Musik, was sonst?
Christoph Reiserer im Gespräch mit Miriam Stumpfe, Live-Musik
Sonst – das kann ein ungewohnter Ort sein, eine U-Bahnstation oder ein Isarfloß, aber auch Gedanken, gesprochen zur Musik, die den Zuhörern andere Welten öffnen. Manchmal sind es auch nur Softwarestrukturen, die anstelle von Partituren stehen, oder Konzepte, die sich mit dem Verhältnis der Musiker untereinander beschäftigen. Gemeinsam ist Reiserers Stücken eins: sie setzen sich mit dem Menschen auseinander, dem im Publikum oder dem auf der Bühne, dem Menschen als sozialem Wesen oder dem mit der modernen Welt konfrontierten Individuum. An ihm reflektiert sich die Musik, an seinen Möglichkeiten und Unzulänglichkeiten, seinen Gewohnheiten und Wünschen.
es spielen
Heinz Friedl – Klarinette
Sachiko Hara – Klavier
Mathis Mayr – Cello
Christoph Reiserer – Klarinette, Saxophon
Software – Computer
Auszüge aus U-Musik und flexible response und das Stück Nummer, außerdem eine Uraufführung für zwei Klarinetten.
Eintritt: Euro 10,- / erm. 7,-
Reservierung: 089/18910788
Kunstbahnsteig im Giesinger Bahnhof, Bahnhofsplatz 1, 81539 München
Verkehrsanbindung
U2, S5, S6, Tram 27, Bus 54, 139, 144, Haltestelle Giesing
in Kooperation mit Mittwochs Kunstbahnsteig
mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats Landeshauptstadt München
Christoph Reiserer
geboren 1966 in Wasserburg am Inn, studierte Musikwissenschaft, Musikpädagogik und Philosophie in München und Berlin. Als Saxofonist und Komponist befasst er sich insbesondere mit neuen Spieltechniken und im Allgemeinen mit allem, was den Entstehungsprozess von Musik betrifft. Sein besonderes Interesse gilt der Improvisation und dem musikalischen Theater. Er erhielt u. a. 1996 ein Musikstipendium der Landeshauptstadt München und 1997 einen zweiten Preis beim Leipziger Improvisationswettbewerb. Seit 1998 szenische Projekte wie Heiss, up & down und so far. Mitglied der Gruppe Musik zum Anfassen. 2003 Artist in Residence am Center for Contemporary Arts in Glasgow/Schottland. Projekte im öffentlichen Raum: Klanginstallation „tisch“, U-Musik in Münchner U-Bahnhöfen und „fluX, eine Isarfloßfahrt“.
> www.christophreiserer.net
Sachiko Hara
ist in Fukuoka/Japan aufgewachsen und erhielt bereits im Alter von vier Jahren Klavierunterricht. 1990 bis 1994 studierte sie in Tokio bei Professor Yu Kakuno. 1994 bis 1998 weitere Studien in München bei Professor Michael Schäfer. 1998 bis 2000 Meisterklasse bei Professor Karl-Hermann Mrongovius, ebenfalls an der Hochschule für Musik und Theater, München.
Bereits während ihres Studiums konzertierte Sachiko Hara sehr erfolgreich im In- und Ausland. Besonders herausragend waren dabei: 1999 Solo-Recital im Gasteig/München, das vom Bayerischen Rundfunk live mitgeschnitten wurde. 2000 erschien ihre erste CD-Einspielung mit Mozarts Klavierkonzert Es-Dur, KV 271, dirigiert von Prof. Mrongovius. 2003 erster Preis beim "Hupfer Piano Concours", Japan. 2004 Preisträgerkonzert: Schumann Klavierkonzert a-Moll mit dem Kyushu Kammerorchester in der Fukuoka ACROS Symphony Hall/Japan. Sachiko Hara besuchte Meisterkurse unter anderem bei Klaus Schilde, Andrzej Jasinski, Pascal Devoyon und Begona Uriarte. Neben dem klassischen Repertoire widmet sich Sachiko Hara auch mit großem Erfolg den Herausforderungen der zeitgenössischen Musik. So spielt sie in verschiedenen Kammermusik-Besetzungen und gastiert beim Münchner Ensemble piano possiblile.
Mathis Mayr
1972 geboren, studierte Violoncello, erst an der Musikhochschule München dann in Sydney bei Uzi Wiesel. Mitglied bei verschiedenen Gruppen, zum Beispiel "Ensemble Mosaik" (zeitgenössische Musik, Berlin); "ensemble piano possibile" (München),"European Music Project", im Trio mit Ernst Surberg und Michael Werthmüller; Gong Linna Group; Trio MaBouche (Jazz). Interesse an experimenteller elektronischer Musik, historischer Aufführungspraxis, mikrotonaler Musik (z.B. spektrale und Makam-Musik), Improvisation. Er erhielt 2005 den "münchner Förderpreis" und arbeitete mit vielen Komponisten zusammen. Lebt in München und Berlin.
Heinz Friedl
Klarinettist, geboren 1965, studierte Klarinette an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover bei Prof. Heinz Deinzer. Lebt seit 1993 als freischaffender Musiker, Klarinettist und Instrumentalpädagoge in München. Heinz Friedl ist Mitglied des Ensembles piano possibile und des Kammerorchesters Bad Brückenau, Mitbegründer von Baader 66, dem autonomen Improvisationsensemble der Jungen Deutschen Philharmonie, sowie zusammen mit Christian Mattick Initiator und Leiter von Musik zum Anfassen.
Mittwoch 6. Mai 2009, 20 Uhr
verhört? Komponisten im Gespräch
Christoph Reiserer – Musik was sonst?